Hohfleck
GermanyDie fünf Windenergieanlagen des Typen Vestas V150-4.2 MW, mit einer Nabenhöhe von 123 m und einer Gesamthöhe von 200 m werden im Waldgebiet zwischen Sonnenbühl-Undingen und Engstingen errichtet. Mit überdurchschnittlicher Windgeschwindigkeit, großen Abständen zu den umliegenden Gemeinden und minimalen Auswirkungen auf Natur und Umwelt ist der Standort ausgezeichnet für die Nutzung der Windenergie geeignet. Der Windpark wird genügend Strom produzieren, um über 13.500 Haushalte zu versorgen. Das sind mehr als in den umliegenden Gemeinden Sonnenbühl, Engstingen und Lichtenstein zusammen.
PROJEKTZEITPLAN
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IDEE & ERSTE PLANUNG
Bereits 1998 begann SOWITEC mit der Planung eines Windparks bei Erpfingen auf dem Mittleren Trieb. Am 10.02.1999 wurde ein Bauantrag für drei Windenergieanlagen (WEA) eingereicht. Auch nach fast drei Jahren lag jedoch noch keine Genehmigung vor und unter dem damaligen Landrat war eine zeitnahe Erteilung nicht absehbar. Daher wurde das Projekt schließlich auf Eis gelegt.
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VORSTELLUNG DES PROJEKTES
Mit dem Regierungswechsel zur rot-grünen Landesregierung im Jahr 2011 keimte neue Hoffnung für das Projekt auf, sodass ein weiterer Anlauf unternommen wurde. Am 25.10.2011 stellte SOWITEC der Gemeinde Sonnenbühl eine Projektskizze für den Standort Hohfleck vor und erhielt dabei Unterstützung der Gemeinde.
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UNTERZEICHNUNG
2014 erfolgte die Unterzeichnung eines städtebaulichen Vertrags mit der Gemeinde. Das Vorhaben wurde von allen zuständigen Behörden unterstützt; entsprechend wurde mit einer zeitnahen Genehmigung gerechnet.
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WINDMESSUNGEN
Unter Einsatz zahlreicher Spezialisten sowie eines zweitägigen Hubschraubereinsatzes wurde ein 140 m hoher Windmessmast errichtet, um die Windverhältnisse am Standort Hohfleck präzise zu erfassen und auszuwerten.
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FEBRUAR
Die Stadtwerke Tübingen beteiligen sich über ihre Tochtergesellschaft Ecowerk GmbH mit 50 Prozent am Windparkprojekt Hohfleck.
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JULI
Nach diversen gerichtlichen Entscheidungen erteilte das Landratsamt schließlich im Juli 2022 die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von fünf Windenergieanlagen des Typs Vestas V126-3.6 MW. Elf Jahre nach Beginn der Planungen und acht Jahre nach Einreichung des Bauantrags.
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AUGUST
Der Verein Naturschutzinitiative e.V. reicht vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg eine Klage gegen das Land Baden-Württemberg aufgrund der erteilten Genehmigung ein.
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BEGINN DER BAUPHASE
Beginn der Rodungsarbeiten zur Herstellung der Montageflächen sowie der erforderlichen Wegeverbreiterungen.
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AUSGLEICHSMASSNAHMEN
Ausgleichsmaßnahmen im Sinne des Naturschutzes: Rund 8.000 Büsche und Sträucher wurden gepflanzt sowie 200 Nistkästen für Fledermäuse, Haselmäuse und verschiedene Vogelarten angebracht.
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JUNI
Die Ecowerk GmbH übernimmt 100 Prozent der Anteile an der Projektgesellschaft für den Windpark Hohfleck. Die Stadtwerke Tübingen werden damit zum alleinigen Besitzer des späteren Windparks in Sonnenbühl.
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SEPTEMBER
Offizieller Spatenstich am Windpark-Standort.
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MÄRZ
Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg weist die Klage - bis auf eine Änderung beim Artenschutz - ab.
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MAI
Das Landratsamt Reutlingen erteilt am 16. Mai die Baugenehmigung zur Änderung des Anlagentyps auf das Modell Vestas V150-4.2 MW.
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AUGUST
Das Landratsamt Reutlingen erteilt am 8. August die immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung zur Reduzierung der pauschalen Abschaltzeiten für Rotmilan, Schwarzmilan und Wespenbussard.
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SEPTEMBER
Abschluss des WEA-Liefervertrags mit der Firma Vestas Deutschland GmbH.
25
AUGUST
Auf den Standflächen der Windenergieanlagen beginnt die Herstellung der Fundamente.
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SEPTEMBER
Anlieferung der Bauteile für die Windenergieanlagen und Beginn des Anlagenaufbaus an den fünf Standorten.
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OKTOBER
Baubeginn des Umspannwerks auf der Haid.
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JANUAR
Alle Windkraftanlagen sind vollständig errichtet, und die Kabelverlegung hat begonnen. Es erfolgt der Innenausbau der Anlagen mit der Installation der elektrischen sowie steuerungstechnischen Komponenten sowie die Anbindung an das Stromnetz.
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MÄRZ
Voraussichtliche Inbetriebnahme des Windparks.
VORTEILE FÜR DIE GEMEINDE SONNENBÜHL
Pachteinnahmen aus der Nutzung kommunaler Flächen
Finanzielle Beteiligung nach EEG: 0,2 ct/kWh an den Stromerträgen – ca. 16.400 € pro Windenergieanlage und Jahr
Gewerbesteuereinnahmen, da keine Sonderabschreibungen durch die Stadtwerke Tübingen erfolgen
Direkte Beteiligungsmöglichkeit für Sonnenbühler Einwohnerinnen und Einwohner über Energiegenossenschaften
Regionale Stromerzeugung: Jede Anlage produziert jährlich ca. 8,2 Mio. kWh Ökostrom – ausreichend für rund 1.800 Familien
Stärkung der lokalen Wertschöpfung
Gezielte ökologische Aufwertung durch gemeinsam geplante Ausgleichsmaßnahmen
Aktiver Beitrag zum Klimaschutz und zur Reduzierung von Energieimporten
Profilierung als Vorzeigekommune im Landkreis und in der Region
Betrieb durch die Stadtwerke Tübingen als regionaler Partner mit 100 % kommunalen Wurzeln
Technische Betriebsführung durch SOWITEC als lokaler Partner