Allgemeine Informationen zum Windpark

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Stand des Genehmigungsverfahrens

Am 21. November 2016 hat das Landratsamt Reutlingen den Antrag der Firma SOWITEC projekt GmbH auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung von 5 Windkraftanlagen auf dem Hohfleck in der Gemeinde Sonnenbühl abgelehnt. SOWITEC hat daraufhin der Ablehnung widersprochen. Der Widerspruch wurde durch das Regierungspräsidium Tübingen Anfang Mai zurückgewiesen. Am 24. Mai hat SOWITEC nun Klage gegen den abgelehnten Genehmigungsantrag beim Verwaltungsgericht Sigmaringen eingelegt. Mit einer Entscheidung ist nicht vor 2018 zu rechnen.

Die Ablehnung des Landratsamtes und des Regierungspräsidiums ist begründet mit der Wirkung des Windparks auf das 3 km entfernte Schloss Lichtenstein. SOWITEC hat bereits im Genehmigungsverfahren mehrfach zu den vorgebrachten Bedenken Stellung genommen und durch ein Gutachten von Prof. Dr. Schöbel von der TU München nachweisen können, dass das Kulturdenkmal eben nicht in erheblicher Weise beeinträchtigt wird. Diesen Argumenten ist das Landratsamt leider nicht gefolgt und hat es auch versäumt, dem öffentlichen Interesse an dem Ausbau Erneuerbarer Energien angemessen Rechnung zu tragen. Das Projekt Windpark Hohfleck steht, trotz aller Kontroversen, beispielhaft für die Chance auf der Schwäbischen Alb nachhaltigen, grünen Strom zu erzeugen. Große Abstände zur Wohnbebauung, Vereinbarkeit mit dem Artenschutz, regionale Wertschöpfung und eine exzellente Windsituation sprechen klar für diesen Standort. SOWITEC wird sich auch in Zukunft weiterhin für den Ausbau der Windkraft in der Region engagieren und wird die Rechtmäßigkeit des Ablehnungsbescheides juristisch überprüfen lassen.

 

 

Stellungnahme: Bewusste Irreführung der Bevölkerung durch Windkraftgegner

In den letzten Wochen wurden in Sonnenbühl und den Nachbargemeinden verschiedene Flugblätter mit kritischem Inhalt zum geplanten Windpark am Hohfleck an die Haushalte verteilt. Auf diesen Flugblättern findet sich, in verschiedener Form, eine Visualisierung, die einen Ausblick vermitteln soll, wie die geplanten Windräder zukünftig das Landschaftsbild prägen werden. Diese Visualisierungen geben nicht den Eindruck wieder, den der menschliche Betrachter haben wird, sondern sind bewusst so erstellt worden, um die Windräder wesentlich größer wirken zu lassen.  Das verwendete Foto wurde mit einem Teleobjektiv und einer Brennweite von ca. 105-110 mm  nordöstlich von Holzelfingen  aufgenommen. Zum Vergleich - die natürliche Wahrnehmung des menschlichen Auges entspricht einer Brennweite von ca. 50 mm (Normalbrennweite) Der Eindruck, den die Flugblätter vermitteln beruht also auf einer bewussten Vergrößerung des Ausschnitts. Bildinhalte werden verdichtet und wirken größer.

Die SOWITEC veröffentlicht auf der Homepage neben vielen anderen interessanten Information zum Hohfleck auch Visualisierungen aus verschiedenen Perspektiven die nach allgemein anerkannten Methoden erstellt wurden. Die Gemeinde Sonnenbühl hat durch ein unabhängiges akkreditiertes Gutachterbüro ebenfalls Visualisierungen erstellen lassen. Dem interessierten Bürger steht somit die Möglichkeit offen, sich umfassend über die realistischen Auswirkungen des Windparks auf das Landschafsbild zu informieren.

 

1.     Vorhaben

Auf dem Hohfleck, zwischen Sonnenbühl und Engstingen, soll der Windpark „Sonnenbühl-Hohfleck“ mit 5 Windkraftanlagen des Typs „Vestas V126-3.3 MW“ mit 126 m Rotordurchmesser auf 137 m Nabenhöhe über Geländeniveau errichtet werden. Die Standorte der WEA liegen ausschließlich im bewaldeten Gebiet. Die Anlagen erzeugen aus Windenergie elektrischen Strom zur Einspeisung in das öffentliche Netz.

2.     Reduzierung der Anlagenzahl von 7 auf 5

Der bisherige Entwurf der Konzentrationszone für die Nutzung der Windenergie in der Gemeinde Sonnenbühl wurde im südwestlichen Bereich auf Grund von Erkenntnissen aus avifaunischen Untersuchungen verkleinert. Neben naturschutzfachlichen Gründen spricht auch die als sensibel eingestufte Sichtbeziehung zwischen Schloß Lichtenstein und dem geplanten Windpark für die Reduzierung der für die Windkraftnutzung ausgewiesenen Fläche. Durch diese Flächenreduzierung ist die Errichtung von 7 Windkraftanlagen nicht mehr möglich. Die Planung wurde daher auf 5 Windkraftanlagen verringert. Die Anlagen an den Standorten 6 und 7 werden nicht weiter verfolgt und der Antrag auf Genehmigung dieser beiden Anlagen wurde zurückgenommen. Die Verringerung der Anlagenzahl auf nunmehr 5 Anlagen bedeutet auch geringere Schall- und Schattenimmissionen, eine geringere Flächeninanspruchnahme im Wald und eine Entlastung für die Sichtbeziehung Windpark-Schloß Lichtenstein.

3.     Anlagenleistung

Die maximale Anlagenleistung von je 3.300 kW wird bei 12,5 m/s  in Nabenhöhe erreicht. Der erwartete Jahresenergieertrag von ca. 45.000 MWh entspricht jährlich ca. 2.600 ,Volllaststunden‘ pro Anlage oder rund
31 % mittlere Kapazitätsauslastung. Somit könnten jährlich mit diesem Windpark rund 12.500 Haushalte mit Strom versorgt werden. Der Energieertrag hängt ab vom tatsächlichen Windangebot, welches naturgemäß starken Schwankungen unterliegt. Erfahrungsgemäß fallen gut 2/3 der Jahresstromerzeugung in Herbst und Winter an.

4.     Betriebszeiten

Die Windenergieanlagen sind automatisiert und rund um die Uhr betriebsbreit. Elektrische Energie wird bereits ab einer Windgeschwindigkeit von 3,0 m/s in Nabenhöhe produziert.

Für Service, Wartung und Sicherheitsprüfung sind ca. 70 Stunden im Jahr anzusetzen.

Der Betrieb des Windparks ist für 20 Jahre geplant. Eine verlängerte Laufzeit um 10 weitere Jahre scheint aus heutiger Sicht technisch möglich, bedarf aber einer gutachterlichen Prüfung des Anlagenzustandes.

5.     Umwelteinwirkungen

Dezentrale Nutzung des Windes als unerschöpfliche, heimische und saubere Energiequelle, vermeidet Energietransporte samt den damit verbundenen Verlusten und Risiken, vermeidet Abwärme bzw. Umwandlungsverluste sowie Kühl- oder Grundwasserverbrauch, erspart Abfälle/ Luftschadstoffe und trägt erheblich zur Minderung des CO2-Ausstoßes bei.

Die mögliche CO2-Einsparung beträgt ca. 33.000 Tonnen pro Jahr. Bereits nach 3 bis 7 Monaten werden die Anlagen mehr Energie produziert haben, als für ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung verbraucht wird.

Die nächste Wohnbebauung ist ca. 1.800 m entfernt.

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