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In den
letzten fünf Jahren stieg das Bruttoinlandsprodukt in Chile im
Schnitt um 5% pro Jahr. Aufgrund der andauernden Hochkonjunktur besteht
in dem Land wirtschaftliche und politische Stabilität. Die
Minenindustrie, wie auch andere Industriesektoren, baut kontinuiertlich
ihre Produktionskapazitäten aus. Chiles Minensektor liefert 30%
des weltweiten Kupfervorkommens. Elektrizität ist entscheidend
für den Abbau von Kupfer und der Sektor ringt damit, Lösungen
für die hohe Nachfrage an Strom zu finden. Der Stromversorgung, die haupsächlich aus Wasserkraft gedeckt wird, hatte mit der Trockenperiode in 1999 einen Zusammenbruch. Der Überfluss an Gaslieferungen aus Argentien während der 90er hatte eine Ausrichtung des Sektors in Richtung von Gaskraftwerken zur Folge. Als Argentinien die Erdgaslieferungen 2004 drastisch kürzte, fiel Chile in eine zweite Energiekrise, von der es sich immer noch erholt. Laut neuester Daten produziert Chile 47,6 TWh Elektrizität pro Jahr bei einer installierten Leistung von 13.000 MW, verbraucht aber circa 48,5 TWh. Die Engpässe wurden bisher durch Stromimporte gedeckt, eine weitere Energiekrise scheint bevorzustehen. Um die steigende Nachfrage zu decken, müssen zusätzliche Kapazitäten von 800 MW pro Jahr geschaffen werden. Dies schafft ein Potential von jährlich 2.000 MW zusätzlich installierter Windenergieleistung (40% Wirkungsgrad). In Chiles privatisiertem Energiemarkt haben viele Industrieunternehmen ihre eigene Energieversorgung mit eigenen Kraftwerken, meist thermische Anlagem oder kleine Wasserkraft, gesichert. SoWiTec de Chile ist in Verhandlungen mit der Industrie, um den Unternehmen eigenständige Energieversorgungs-Systeme anzubieten, die auch bei Preis- und Versorgungsschwankungen stabil sind. Um die Diversifikation des Energiesektors zu stärken hat die Regierung ein Gesetz verabschiedet. Dieses Gesetzt sieht vor, dass bis 2010 fünf Prozent der produzierten Strommenge aus erneuerbaren Energien, so wie Windkraft, stammen müssen. Diese Vorgabe ist der erste Schritt für weitere Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien in Chile. |
| SoWiTec
Energias Renovable de Chile entwickelt eine Pipeline von über 4.000 MW und
wählt dabei Standorte mit guten Windverhältnissen,
industriellen Aktivitäten und starker Belastbarkeit der Netze aus.
Die am stärksten industrialisierten Regionen sind die I, II, III
und IV Region. Die dunklen Bereiche auf der Karte zeigen die
Gebiete, in denen SoWiTec aktiv ist. In den folgenden Jahren wird
SoWiTec de Chile sich auch mit der Projektentwicklung in den Regionen
VII - X beginnen. |
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