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Nach dem harten Schlag während der Finanzkrise 2001 - 2002 hat sich Argentiniens Wirtschaft wieder bis auf ein Level vergleichbar mit dem vor der Krise erholt. Das Bruttoinlandsprodukt hatte eine Wachstumsrate von 9,2% in 2005 und 8,5%  in 2006, für 2007 werden 7,5% vorausgesagt. Als Folge der Florierenden Wirtschaft steigt die Nachfrage nach Elektrizität jährlich um 5% , was einen zusätzlichen Bedarf an ca. 900 MW neu installierter Leistung entspricht.

Die Wirtschaft in Argentinien ist geprägt von starkem staatlichen Eingreifen, bislang wurden die Strompreise subventioniert. Derzeit werden in Argentinien ca. 55% der Kraftwerke mit einer Erzeugungskapazität von 30.000 MW mit teurem Gas und Öl betrieben. Doch schon 2004 war Argentinien aufgrund von Gas-Knappheit dazu gezwungen, Lieferungsverträge mit den Nachbarländern Chile und Uruguay aufzulösen. Die Frage ist, wie lange die Regierung noch teure Substitutionszahlungen aufrecht erhalten kann und an welchem Punkt eine Deregulierung des Energiemarkts stattfinden wird.

Die Regierung sucht nach Optionen, um den Energiesektor zu divesifizieren und neue, nachhaltige Energieressourcen, wie Windkraft zu erschließen. Sollte dieser Versorgungsengpass mit Windenergie (mit einem Wirkungsgrad von 40%) kompensiert werden, hat dieser Markt ein Potential von circa 2.250 MW pro Jahr.
Bei ausgezeichneten Windverhältnissen, besonders in den Provinzen Santa Cruz, Chubut und Buenos Aires schätzen Analytiker das gesamte Windkraftpotential in Argentinien auf 500.000 MW. Große Industrieverbände ziehen sogar in Erwägung, mit Hilfe von Windkraft Wasserstoff zu erzeugen. SoWiTec macht vielversprechende Standorte ausfindig, um Windparks mit großer Wirtschaftlichkeit und großen Erträgen zu projektieren. Momentan wird eine Pipeline von circa 8.500 MW an den attraktivsten und windstärksten Standorten entwickelt.
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